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Zehn Jahre Hochschul-Segelclub
Kleine Vereins-Chronik in Bildern
Vorgeschichte:
Seit dem Wintersemester 1987/88 werden am Sportinstitut im Rahmen des Allgemeinen Hochschulsports wieder BR-Theoriekurse und Ausbildungstörns angeboten. Initiator ist Klaus-Jürgen Müller, der 1987 eine Stelle als Wissenschaftlicher Angestellter am Sportinstitut antritt und vorher schon an den Universitäten Frankfurt und Ulm in der BR-Ausbildung aktiv war. Da die Kurse und Törns großen Anklang finden, wird von Teilnehmern der Wunsch geäußert, einen Universitäts-Segelverein zu gründen. Im Sommer 1989 ist es soweit:
22. Juni 1989:
Konrad Gruber und Klaus-Jürgen Müller gründen zusammen mit 6 Mitstreitern im Seminarraum 1 des Sportinstituts der Universität den "Hochschul-Segelclub Freiburg".
Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten sind in der Anfangsphase die theoretische und praktische Ausbildung im Yachtsegeln und die Veranstaltung von Fahrten- und Urlaubstörns. Im Oktober findet der erste HSCF-Seglerstammtisch statt und wird seitdem zu einer regelmäßigen Veranstaltung. Ende des Jahres hat der Verein bereits 73 Mitglieder.
Der Gründungsvorstand von links: Bernhard Grimann, Konrad Gruber, Klaus-Jürgen Müller, Jadwiga Bendahman, Heiko Reinke, Reiner Pantalon, Markus Vollmer, Henning Marxen
Wintersemester 1989/90:
Unter Leitung des Ausbildungs- und Fahrtenreferenten Konrad Gruber beginnen ein BR-Kurs mit 40 und ein BK-Kurs mit 17 Teilnehmern.
Das Jahr 1990 ist voll mit Veranstaltungen und Höhepunkten in allen Bereichen:
März: 3-wöchiger BK-Ausbildungstörn über 1.200 Seemeilen von Elba über Korsika, Sardinien, Sizilien zurück nach Elba. Zum Abschluß 2 BR-, 4 BK- und eine C-Schein-Prüfung.
Die Crew des 1.200 Seemeilen BK-Törns im März 1990
April: die ersten beiden Ponants werden gekauft. Damit fällt der Startschuß zum Jollensegeln, das sich unter Michael Kienzler, dem "Vater des HSCF-Jollensegelns" zur zweiten Säule neben dem Yachtsegeln entwickelt.
Michael Kienzler in seinem Element
17. Mai: Erste Mitgliederversammlung mit über 50 Teilnehmern, das sind mehr als die Hälfte aller Mitglieder. Noch während der Versammlung wird der Beitritt des 100. Mitglieds gefeiert.
Vorstandswahl bei der 1. Mitgliederversammlung am 17. Mai 1990: mehr als 50% der Mitglieder sind anwesend
Das Jollensegeln findet großen Anklang: Spinnaker- und Trapezsegel-Wochenenden, ein Match-Race am Schluchsee.
Genau ein Jahr nach Gründung am 22. Juni dann im Sportinstitut das erste HSCF-Sommerfest. Motto: Sun-Downer.
Im Winter drauf folgt ein reichhaltiges Ausbildungsprogramm: BR-Kurs, Astronavigation, Segelgrundwissen für Jollensegler, Knoten, Spleißen und Taklinge.
1991: Wieder zahlreiche Ausbildungsgstörns für unterschiedliche Zielgruppen auf Ostsee und Mittelmeer: Vom Schnuppertörn für Anfänger, über BR- und BK-Ausbildungstörns bis zum ersten Skippertraining des HSCF, im Juni ein Kompaktkurs für das UKW-Sprechfunkzeugnis und im Dezember das erste HSCF-Sicherheitstraining mit einer Rettungsinsel im Hallenbad.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Litauen-Törn mit zwei Gib Sea 126 und jeweils 10 Crewmitgliedern. In 3 Wochen geht es über 1.200 Seemeilen von Heiligenhafen über Bornholm nach Kleipeda in Litauen - damals noch Teil der Sowjetunion.
Die Crews des Litauentörns auf der "Nordwind" und der "Tonga" im Hafen von Danzig
Die Höhepunkte des Törns:
- - Besuch der "Sail Rostock"
Die Windjammerparade "Sail Rostock", fotographiert vom Masttop der "Tonga"
- - 3-tägiger Landaufenthalt in Kleipeda mit einem Tagesausflug in den russischen Teil Ostpreußens
- - ein Live-Interview von Bord der "Tonga" mit dem Radiosender SWF 1
- - auf der Rückfahrt: Abschleppen der russischen Segelyacht "Allegro", die wir vor der Danziger Bucht mit Mastbruch und ohne Motor treibend fanden. Nach 2-tägiger mühsamer Schlepp-fahrt gegenan übergeben wir sie vor dem Hafen von Leba einem polnischen Rettungskreuzer.
Die russische Segelyacht "Allegro" mit Mastbruch im Schlepp der "Tonga"
Im August dann die 1. Ausgabe der Vereinszeitschrift "Absegler", die von da an alle Mitglieder viermal im Jahr erhalten.
Ende des Jahres wird eine Verwaltungskraft eingestellt, da die Organisation der vielen Aktivitäten nicht mehr allein ehrenamtlich bewältigt werden kann.
1992ff:
Nach drei Jahren Vereinsgeschichte ist die Aufbauarbeit weitgehend abgeschlossen. Die weiteren Jahre sind geprägt durch folgende Tendenzen: weitgehende Kontinuität bei den Vereinsaktivitäten in allen Bereichen, dabei aber sehr starke Fluktuation in der Mitgliederschaft und vor allem im Vorstand. Die Zahl der Ein- und Austritte liegt zwischen 60 und 100 pro Jahr. Seit Vereinsgründung waren durch häufigen Wechsel 32 Vorstandsmitglieder im Amt. Das bedeutet im Durchschnitt: ca. 6 Mitglieder des Vorstands wechseln während der 2-jährigen Amtszeit.
Ein paar interessante Ereignisse und Erlebnisse aus den folgenden Jahren:
Ab Herbst 1992 trifft sich eine kleine Gruppe von sportbegeisterten Mitgliedern Sonntag nachmittags zum Ausgleichs- und Fitnessport. Die Begeisterung hält immerhin zwei Jahre an.
Seit dem 1. Juli 1993 hat der HSCF auch zwei Langfahrt-Blauwassersegler in seinen Reihen: Claudia Fiedler und Peer Millauer brechen mit ihrer 11m-Stahlyacht "Peregrin" zu einem sechsjährigen Törn auf. Die Verbindung zum HSCF bleibt die ganze Zeit über erhalten, z.B. durch Törnberichte im "Absegler". Im kommenden September erwarten wir sie wieder zurück in Freiburg.
Auf der Mitgliederversammlung am 30.5.1994 werden zum ersten und bislang einzigen Mal die Mitgliedsbeiträge erhöht: von 40 auf 50 DM, bzw. von 50 auf 75 DM.
Ende 1994 wird mit 359 Personen der höchste Mitgliederstand erreicht. In den Folgejahren fällt die Mitgliederzahl stetig bis auf 257 im Jahre 1999.
September 1995: HSCF goes Internet. Der Verein steigt ins WWW ein und bietet auf eigenen Seiten aktuelle Informationen für Mitglieder und Nichtmitglieder.
1997: Das erste Langzeitcharterprojekt wird gestartet:. Über 13 Wochen mietet der HSCF eine Gib Sea 442 und segelt mit wechselnden Crews von Antibes über Elba, Korsika, Sardinien, Sizilien, die liparischen und pontinischen Inseln zurück nach Antibes. Neben vielen anderen bringt vor allem Christoph Scheuffelen sehr viel Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung ein. Er fährt die ersten beiden Wochen als Skipper, ebenso die letzten vier Wochen und bringt Schiff und Crew wieder wohlbehalten zurück. Das Projekt wird ein voller Erfolg. Im Jahr darauf wird es erweitert. Eine Charter im Mittelmeer eine zweite über 8 Wochen auf der Ost- und Nordsee. Die Belegung des Mittelmeertörn bereitet diesmal große Probleme und verursacht ein größeres Defizit.
Oktober 1997: Der 1. "WELLEN BRECHER" erscheint. Diesen neuen Namen für die Vereinszeitschrift hatte die Mitgliederversammlung am 3. Juli ausgewählt, nachdem es zwischen dem Vorstand und der alten "Absegler"-Redaktion zum Bruch gekommen war.
15./16. August 1998: Dirk Ebling organisiert die erste Kinder- und Jugendfreizeit des Vereins. Der Segel- und Ruderverein Limburg-Sasbach stellt sein Gelände zur Verfügung. Alle Teilnehmer, besonders die Kinder, sind begeistert. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17. Dezember 1998 wird die Gründung einer Jugendabteilung beschlossen.
5.11.1998: Die erste "Seglerstunde" wird ins Leben gerufen - eine Erfindung des neuen Ausbildungsreferenten Stefan Gfrörer. Fortbildung und Erfahrungsaustausch für Yacht- und Jollensegler sind die Ziele. Sie findet große Resonanz. Dies ist nur eine der kreativen Ideen, mit denen Stefan in seiner einjährigen Amtszeit den HSCF bereichert und nebenbei die Vorstandssitzungen mit zahlreichen neuen TOPs beglückt.
6.5.1999: Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl. Zum ersten Mal nach mehreren Jahren sind wieder alle Vorstandsposten besetzt.
Neuer Vorstand 1999 von oben links: Armin Hellstern, Darius Koziol, Marc Küther, Ekkehard Hofmann, Klaus-Jürgen Müller, Ralph Bock, Wolf Wicke / unten: Michael Scheuermann, Dirk Ebling
Nach 10 Jahren Amtszeit von Klaus-Jürgen Müller übernimmt Ralph Bock das Amt des 1. Vorsitzenden.
Der neue 1. Vorsitzende Ralph Bock in verantwortungsvoller Position
Klaus-Jürgen Müller
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