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"Wo wollen wir hin, wie soll es weitergehen?"

Der Beginn des neuen Jahres gibt wieder Anlaß, diese Fragen zu stellen, die auch vom Titelbild sehr schön symbolisiert werden. Für unseren Verein haben sie diesmal eine besondere Bedeutung und Dringlichkeit. Nachdem im vergangenen Jahr der Umfang der angebotenen Vereinsaktiväten beim Jollensegeln und vor allem beim Yachtsegeln (insgesamt 28 Charterwochen) einen Höhepunkt erreichte, wird im kommenden Jahr voraussichtlich sehr viel weniger angeboten werden können.
Für unseren langjährigen Jollenreferenten Michael Kienzler, der im Juli zurücktrat, haben wir bisher noch keinen Ersatz gefunden. Auf einer Krisensitzung der Jollensegler am 26. Januar soll über die Zukunft des Jollensegelns beraten werden (S. 5).
Unser Fahrtenreferent Cetin Sipahi wird ebenfalls zurücktreten, da er hauptberuflich ins Chartergeschäft eingestiegen ist und deshalb aus zeitlichen Gründen das Amt des Fahrtenreferenten nicht mehr ausüben kann (S. 4). Wir sind intensiv auf der Suche nach einem Ersatz, bisher hat sich aber noch niemand gefunden, der das Amt übernehmen möchte. Aus diesem Grunde können wir bisher auch keine Langzeitcharter anbieten. Unsere Törnbörse ist daher noch sehr dürftig.
Auch unser Kassenwart Claudius Keller möchte sein Amt abgeben. Für ihn haben wir aber schon einen Ersatz in Aussicht.
Es wird in diesem Jahr also verstärkt von den Mitgliedern abhängen, was und wieviel im Verein läuft. Ein gutes Beispiel für eine solche von Mitgliedern inizierte Aktion ist der geplante Flotillentörn im September im Mittelmeer (S. 6).
Ein Flottillentörn ist eine hervorragende Möglichkeit sowohl für Skipper als auch für Mitsegler, gemeinsam erste Erfahrungen beim Segeln und beim Skippern zu sammeln, sich dabei gegenseitig zu helfen und voneinander zu lernen. Es wäre sehr schade, wenn dieser 3. Versuch eines Flotillentörns in der Vereinsgeschichte wieder wegen mangelnder Beteiligung scheitert.
Auf Seite 7 finden wir mal wieder ein Lebenszeichen von Jadwiga Maritinez, Gründungsmitglied und langjährige Kassenwartin. Sie ist 1995 nach Kanada ausgewandert und berichtet über einen Törn im St.-Lorenz-Golf. Vielleicht ergibt sich aus den bestehenden Kontakten die Möglichkeit, einen Urlaub auf der anderen Seite des großen Teiches mit einem Törn in diesem für uns etwas ferneren aber sehr attraktiven Revier zu verbinden.
Zum Abschluß leider wieder eine sehr traurige Nachricht: Konrad Gruber, Mitbegründer des Hochschul-Segelclubs und Ausbildungsreferent im Gründungsvorstand von 1989 bis 1991 ist am 13. Dezember im Alter von 56 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Die Mitglieder aus der Gründerzeit des Vereins kennen ihn vor allem aus seinen Theoriekursen und Ausbildungstörns. Mit sehr viel Engagement und Kreativität hat er die Ausbildung des Vereins entwickelt und das Vereinsleben mitgestaltet. Auf Seite 14 ist ein Nachruf über ihn zu lesen.

Klaus-Jürgen Müller

 


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Website erstellt/bearbeitet von Stefan G. Gfrörer - 19.01.98

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